Atemschutzüberwachungsprotokoll

Atemschutzüberwachungsprotokoll

Jul 12, 2013. | Von: mobilion.eu

Jede Atemschutzübung und jeder Atemschutzeinsatz mit Isoliergeräten erfordert eine Atemschutzüberwachung. Im Atemschutz Überwachungsprotokoll werden alle wichtigen Informationen während des Einsatzes unter Atemschutz dokumentiert. Das Überwachungsprotokoll soll mindestens die in der FwDV 7 genannten Bestandteile enthalten. Diese können grundsätzlich in die Teile Allgemeine Einsatzdaten, Daten für die Registrierung der Atemschutzüberwachung sowie Trupp Rückmeldungen gegliedert werden. Aufgrund der unterschiedlichen Ausstattung der Atemschutzüberwachungstechnik resultieren unterschiedliche Anforderungen an das Atemschutz Überwachungsprotokoll.

Das Atemschutz Überwachungsprotokoll ist Kernstück jeder Atemschutzüberwachung

Im Atemschutz Überwachungsprotokoll werden alle Informationen die zur Durchführung der Atemschutzüberwachung benötigt werden dokumentiert. Gleichzeitig soll es dem Einheits- oder Gruppenführer den jeweiligen Einsatzstatus und -verlauf übersichtlich darstellen. Das Atemschutz Überwachungsprotokoll bildet somit das Kernstück jeder Atemschutzüberwachung.

Dokumentationspflicht der Atemschutzüberwachung nach FwDV 7

Die FwDV 7 fordert dass bei jedem Atemschutzeinsatz mit Isoliergeräten und bei jeder Übung mit Isoliergeräten grundsätzlich eine Atemschutzüberwachung durchgeführt werden muss.

Das Überwachungsprotokoll soll nach FwDV 7 mindestens folgende Bestandteile enthalten:

  • Namen der Einsatzkräfte unter Atemschutz gegebenenfalls mit Funkrufnamen
  • Uhrzeit beim Anschließen des Luftversorgungssystems
  • Uhrzeit bei 1/3 und 2/3 der zu erwartenden Einsatzzeit
  • Erreichen des Einsatzzieles
  • Beginn des Rückzugs

Da jede Einsatzkraft zusätzlich noch einen persönlichen Atemschutznachweis führen muss, empfiehlt die FwDV 7 zusätzlich die Aufnahme von:

  • Datum und Einsatzort
  • Gerätenummer und Art des Gerätes
  • Atemschutzeinsatzzeit (Minuten)
  • Tätigkeit

Ein „gutes“ Atemschutz-Überwachungsprotokoll geht über einfache Druck- und Zeitabfragen hinaus. Zusätzliche Protokollierung der Lage im Gebäude, eventuelle Gefahrenstellen, Aufenthaltsort der Angriffs- und Sicherheitstrupps bringen mit geringem Aufwand zusätzliche Sicherheit. Der Einheitsführer hat damit ein genaues Bild über die Lage vor Ort und kann im Notfall schnell und richtig reagieren.

Beispiele für ein Atemschutz Überwachungsprotokoll

Ein Atemschutz Überwachungsprotokoll gibt es in den verschiedensten Ausführungen. Viele Anbieter haben ihr Überwachungsprotokoll für die eigenen Produkte angepasst. Das Grundprinzip ist jedoch wie die nachstehenden Beispiele zeigen über alle Atemschutzüberwachungs-Systeme dasselbe.

Beispiel 1

Atemschutzüberwachungsprotokoll für eine Atemschutzüberwachungstafel mit vorhandenen Kurzzeituhren.

Atemschutz-Überwachungsprotokoll

Abbildung 1: Atemschutz Überwachungsprotokoll für eine Atemschutztafel mit vorhandenen Kurzzeitmessern

Dieses Überwachungsprotokoll wurde für eine Atemschutzüberwachungstafel mit eingebauten Kurzzeituhren entwickelt. In Kombination mit Rückmarschdruck-Tabellen entsteht ein einfaches, schlankes Atemschutzüberwachungsprotokoll.

Beispiel 2

Atemschutzüberwachungsprotokoll für die Atemschutzüberwachung die lediglich eine Uhr, Stift und Papier benötigt.

Atemschutz-Überwachungsprotokoll sfs-w

Abbildung 2: Atemschutzüberwachungsprotokoll modifiziert auf Basis eines Vordrucks der Staatlichen Feuerwehrschule Würzburg

Um die Atemschutzüberwachung mit diesem Protokoll durchzuführen benötigt man lediglich einen Stift und eine Uhr. Trotz Einfachheit dieses Atemschutz Überwachungsprotokolls setzt dieses System Erfahrung und Vorwissen voraus. Auf Veränderungen muss selbstständig reagiert werden und die Zeiten für den Erwarteten und Spätesten Umkehrzeitpunkt manuell berechnet werden.

Weiterverarbeitung in einem Atemschutzverwaltungssystem

Viele Feuerwehren verwenden Atemschutzverwaltungssysteme um Nachweise, Übungen und Einsätze ihrer Geräteträger zentral zu verwalten. Atemschutzüberwachungsprotokolle müssen zur Archivierung in einem Atemschutzverwaltungssystem oftmals mühsam nach dem Einsatz digitalisiert werden. Zeit sparen lässt sich hier vor allem durch das Verwenden digitaler Atemschutzüberwachungssysteme.

Weiterführende Literatur

Staatliche Feuerwehrschule Würzburg. (2004). Atemschutzüberwachung Merkblatt für die Feuerwehren Bayerns Stand: 02/2004. Abgerufen am 8. 07 2013 von sfs-w.de: http://www.sfs-w.de/downloads/merkblaetter-broschueren.html?no_cache=1&download=04_09_2011-07-20.pdf&did=30

Staatliche Feuerwehrschule Würzburg. (2005). Feuerwehrdienstvorschrift 7 Atemschutz. Abgerufen am 8. 07 2013 von sfs-w.de: http://www.sfs-w.de/lehr-und-lernmittel/merkblaetter-broschueren/feuerwehrdienstvorschriften.html?no_cache=1&download=02_05_2011-07-19.pdf&did=15


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